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Sportler brauchen Vitamin D

Sportler brauchen Vitamin D

Vitamin D spielt eine entscheidende Rolle ob es sich um  Freizeit-, Breiten- oder Leistungssport handelt. Vorallem dann, wenn es um die Verbesserung der Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit des Herz-Lungen-Systems, der Förderung des Muskel-/Knochenaufbaus und Steigerung des Testosteronspiegels sowie des gesamten Immunsystems geht. Die Grundvoraussetzung ist jedoch wie bei vielen gut funktionierenden Stoffwechselprozessen, ein  guter Vitamin D-Spiegel im Blut sowie ein voller Vitaminen-, Mineralien- und Proteinhaushalt.

Egal in welcher Sportart wir uns befinden, das  menschliche Knochen- sowie Muskelskelett muss sich mit den permanenten Wechselwirkungen zwischen Zug, Druck, Dreh und Scherbewegungen auseinandersetzen. Ein gutes Verhältnis zwischen dem Auf und Abbau der Knochen-/Muskelzellen ist der beste Schutz vor chronischen Verletzung der Knochen-/ Muskelmatrix. Vitamin D sorgt für eine optimale Aufnahme von Calcium und Magnesium aus dem Darmlumen in die Blutbahn. Unter dem Einfluss von Vitamin A, Vitamin K2 und Magnesium, kann das in Vitamin D gebundene Calcium, durch Aktivierung des Osteocalcins, zum Knochen transportiert und eingebaut werden.

Die Aufnahme von Calcium und Magnesium durch Vitamin D spielt auch eine wesentliche Rolle bei der Kontraktionskraft zwischen Aktin (Strukturprotein im Zytoskelett und im Sarkomer der Muskelfaser) und Myosin in der Muskulatur (wesentlicher Bestandteil im Muskel auch an der Umwandlung von chemischer Energie in Kraft und Bewegung beteiligt). Die verstärkte neuromuskuläre Erregungsleistung führt zu einer vermehrten Muskelkraft und somit zu einer vermehrten Muskelmasse. Nach neuesten Erkenntnissen reduziert Vitamin D die Produktion von Myostatin in den Muskelzellen und erhöht die Produktion von Wachstumsfaktoren (z.B. lGF-1), indem es die Produktion von lGF-1 und seinem Bindungsprotein anregt.

Der Wachstumsfaktor lFG-1 liegt im Blutkreislauf überwiegend in gebundener Form vor. Durch die Bindung von lFG-1 am Bindungsprotein wird verhindert, dass der Wachstumsfaktor zu schnell vom Körper abgebaut und entfernt wird. Die Bindung ermöglicht so einen Depoteffekt, der die muskelaufbauende Wirkung verlängert, während freigesetztes IGF-1 nach getaner Arbeit relativ schnell „verbraucht“ wird.  Vitamin D hat weiterhin einen großen Einfluss auf die Insulinkaskade. Durch das Binden von Insulin am vorgesehenen Insulinrezeptor auf der Muskelzelle, löst dies eine Kaskade von Signalwirkungen aus, die mTor aktivieren. Über den mTor Signalweg regt die essentielle Aminosäure Leucin die Proteinsynthese an und führt somit zu einer verstärkten Ansammlung von Proteinen in der Muskelzelle. Diese wiederum aktivieren das intra- und intermuskuläre Zellwachstum.

Die Belastungsphasen im Sport spielen eine Rolle für das Immunsystem. Der Freizeit- und Breitensportler trainiert eher Immunmodulierend, hingegen der Leistungssportler belastet sein Immunsystem permanent und arbeitet so Immunsuppressiv. Es kommt immer mehr vor,  dass Leistungssportler in der Wettkampfphase vermehrt über Leistungsminderung oder Verletzungen klagen. Diese wurden auf Grund eines geschwächten Immunsystems durch exogene oder endogene Einflüsse hervorgerufen. Deshalb ist es wichtig, gerade in der Wettkampf Vorbereitungsphase die Vitamin-, Mineralien und Proteindepots aufzufüllen und auf einem guten Level zu halten. Ein athletischer Körper benötigt eine tägliche Zufuhr  von 6.000 I.E. von oralem Vitamin D  und einen Vitamin D-Spiegel von ca. 60ng/ml“.

 

 

   

Dd. phil. Alexander Martens, Sportwissenschaftler, 20. Juli 2017 

 

Literatur:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23929734

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24005315

Dr. Budwig

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